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Jeramiel

Praxis


Vorwort:

In vollem Bewußtsein der Verschiedenartigkeit der Wesen haben wir mit dieser Arbeit versucht, ein dauerhaftes Übungsprogramm zusammenzustellen, was dem Interessierten die Möglichkeit eröffnet, sein Wesen zu vergeistigen und eben diesen Geist in die höchsten Ebenen vordringen zu lassen. Diese Übungen sind effizient und klar. Sie dienen der allgemeinen Weiterentwicklung anstatt einen bestimmten engumschriebenen Zweck zu erreichen. Dies hat den Vorteil, daß eine Basis auf einer gesunden und stabilen Grundlage errichtet wird, die in allen möglichen Lebenslagen und Situationen helfen kann und wird. Wir sind der Überzeugung, daß innere und äußere Kraft bei keinem Wesen dieser Ebene schaden kann, wenn das seelische Gleichgewicht erhalten bleibt. Entwicklung muß also immer dual verlaufen, weil jegliche Einseitigkeit zu einer Schlagseite führen kann, die den Geist aushebeln und in eine prekäre Situation zu bringen vermag. Die beschriebenen Übungen sind also als Gegengewicht und Ergänzung zu den spirituellphilosophischen Ausführungen an anderer Stelle gedacht, die einen ebenso tiefgreifenden Wert haben wie die nun folgende Arbeit.

 

Einleitung

Die Übungen sind stufenweise aufgebaut, wobei zu beachten ist, daß keine dieser Übungen zu irgendeinem Zeitpunkt abgeschlossen ist und erst dann die nächste angegangen werden könne. Um eine gewisse Didaktik zu erreichen, ist das Programm zwar stufenweise aufgebaut, was zum erlernen sinnvoll ist. Die Übungen bedingen jedoch einander und stehen in einem Zusammenhang zu einander, so daß nach Erlangung der entsprechenden Fertigkeiten ein großer Fundus an mystischen Techniken zur Verfügung steht, der in einer beliebigen Reihenfolge und Dauer angewandt werden kann und soll. Es gibt, trotz des logischen Aufbaus vom leichten hin zum schweren keine Wertigkeit innerhalb dieser Übungen; alles ist wichtig, denn alles bedingt einander. Zu der Zeit der Anwendungen gibt es eigentlich nur wenig zu sagen. Unterschiedliche Wesen sind unterschiedlich in ihrer Lebensführung, ihren Körperrythmen, ihrer Motivation und ihrer Beharrlichkeit. Arbeit am eigenen Selbst soll Freude machen und es ist an sich schon eine gute Übung, zu lernen in sich hineinzuhorchen, die eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu verstehen. Dies hat nichts damit zu tun, daß man sich treiben läßt oder in irgendeiner Form nachlässig wird, im Gegenteil. Es ist ein Schritt hin zur eigenen Verantwortung, zum eigenen Zusammenleben mit sich selbst und nicht zuletzt ein Schritt zum wahren Inneren Frieden, den spirituelle Wesen aller Kulturen und Traditionen anstreben. Wenn einem Wesen diese Verantwortung gelassen wird, muß es selber lernen, wann es gut ist und wann ungeformte Kraftpotentiale vorhanden sind, die durch die Übungen inkarniert werden können.