Übung ( Das dritte Auge )
Um geistige Kraft anwenden zu können, braucht man auf der geistigen Ebene Sinne und Organe. Umsichtiges Handeln setzt immer einen Akt der Erkenntnis um die Lage voraus, egal an welchem Ort der Welt. Kosmisches Bewußtsein kann nur erlangt werden, wenn die Eindrücke, die aus dem unsichtbaren Raum zu uns dringen klar sind. Jeder Körper verfügt auch über eine Entsprechung auf der geistigen Ebene, die es zu entwickeln gilt, damit wir bewußt in der geistigen Ebene tätig werden können. Das Dritte Auge ist der Sinn, der dich in die Lage versetzt, einige Dinge von dem, was um dich herum geschieht und durch die fünf physischen Sinne nicht erkannt werden kann, wahrzunehmen. Das Ditte Auge wird unter anderem über ein Zentrum gesteuert, was sich in der Mitte des Kopfes befindet. Dieses Zentrum befindet sich beim durchschnittlichen Menschen der westlichen Kultur in einem Zustand, was es ihm leicht macht, Wunder und scheinbar übernatürliche Gegebenheiten zu leugnen, weil sie für ihn nicht wahrnehmbar sind. Wenn wir gemeinsam an der Widerverzauberung der Welt arbeiten wollen, ist die Entwicklung der geistigen Zentren, die für das Zauberhafte in und um uns verantwortlich sind, eine wichtige Voraussetzung. Diese Übung erfordert ein wenig Zeit und sollte regelmäßig, auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden, wenn sie dauerhafte Veränderungen in dir bewirken soll. Organisches Wachstum vollzieht sich nicht über Nacht und es ist nun einmal Gesetz, daß Materie träger ist als Geist. Du kannst als Vorbereitung die Grundübung und die 2. Übung durchführen, was die Wirksamkeit unterstützt. Nimm dir für diese Arbeit etwa eine Viertelstunde Zeit und mache das Folgende:
Setze dich bequem hin.
Schließe deine Augen.
Stelle dir vor, du sitzt auf der Erdenkugel, ganz oben.
Alles ist unter dir.
Dann spüre, wie zwei Kugeln aus warmen, goldenem Licht durch deine Füße aufsteigen, langsam aufwärts bis zu den Hüften.
Wenn die Kugeln die Hüften erreichen, vereinigt sich das Licht und steigt weiter, langsam aufwärts durch das Rückgrat, bis in den Kopf.
Die Mitte deines Kopfes ist nun erfüllt von einer Kugel aus strahlendem, goldenem Licht unter dir liegt die Erdenkugel
Verweile eine Zeit in diesem Zustand, bis du einen Schritt weitergehst.
Lösche nun die Erde aus deinem Bewußtsein aus. Du schwebst in einem leeren Raum, mit deinem Körper. In dir pulsiert das goldene Licht.
Dann löse dich von deinem materiellen Körper, deinen Gedanken und deinen Erinnerungen.
Treibe als pulsierendes Licht durch den Weltenraum
Beim Einatmen intoniere die Silbe SO.
Beim Ausatmen intoniere die Silbe HAM.
Jetzt bist du nur noch Licht.
SO HAM
Verbleibe in diesem Zustand, so lange es dir möglich ist.
Dann lasse deine Gedanken wieder zu,
Spüre deinen Körper
Spüre die Erde unter dir
Werde Teil der Erde
Stelle dir vor, wie die Kugel aus Licht nach vorne aus deinem Kopf herausdringt und an einen Ort fliegt, der ohne Licht ist auf der Welt.
Dann öffne die Augen und sei wieder ganz im Hier und im Jetzt.
Die Silben SO HAM sind aus dem Sanskrit entlehnt und bedeuten „Ich bin Unendlichkeit“. Das Ende dieser Übung, das Aussenden des Lichtes stellt die eigentliche Öffnung des Dritten Auges dar, was mit der Zeit immer besser gelingen wird. Das Lenken des Lichtes zu einem bestimmten oder unbestimmten Ort stellt ein positives Eingreifen in die Angelegenheiten der Welt dar.