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Jeramiel
Übung ( Atmung )

Atem ist Leben. Gott hauchte dem Menschen den Atem des Lebens ein. So wurde der Mensch eine lebendige Seele. Es ist der Atem, der den Körper am Leben erhält, das Blut versorgt und nährt. Jedes Kind weiß das und jedes lebendige Wesen atmet jeden Tag ohne Unterlaß Luft ein und aus. Für den Menschen und für ähnliche Wesenheiten sind fünf Elemente maßgebend, die das Sein ausmachen. Erde, Wasser, Luft, Feuer und Äther. Äther wird von verschiedenen Kulturen unterschiedlich bezeichnet, beispielsweise als Prana, Vril, Nous, Quintessenz und Chi. Er stellt das Fünfte Element dar, was alle anderen Elemente in sich beeinhaltet und entweder als Ursache oder Folge dieser Elemente gesehen wird. Äther ist das Element, was wir benötigen, um spirituell tätig zu sein. An dem Einleitungssatz oben sehen wir, daß Atem von je her als Träger von Äther in Frage kommt. Der Atem ist nicht der einzige Träger. Äther befindet sich in allen Elementen innerhalb und außerhalb des Körpers, nur ist es so, daß wir über den Atem am ehesten dieses Element steuern können, nutzbar machen können. Um den Äther, der in der eingeatmeten Luft enthalten ist, voll nutzen zu können, müssen wir anders mit ihm umgehen, als dies bei normalem Ein- und Ausatmen der Fall ist. Auch beim normalen Atmen nehmen wir Äther in uns auf, so viel, um uns lebendig im Sinne der Fünf Elemente zu halten. Um aber einen Überschuß an Äther zu gewinnen, den wir für spirituelle Zwecke einsetzen können, muß eine Möglichkeit gefunden werden, den Atem für uns besser nutzbar zu machen. Traditionell gibt es hierzu zwei Wege. Zum einen die Hyperventilation, wie sie von Islamischen Mysikern und im Schamanismus praktiziert wird, zum anderen das Innehalten des Atems über einen längeren Zeitraum, wie es in Fernöstlichen Schulen gelehrt wird. Beide Wege sind gangbar. Wir wollen hier die letztere Möglichkeit als Übung vorstellen, weil sie uns als die effizientere erscheint, sie unser Bewußtsein erhellt und ein Gegengewicht zu der gegenwärtigen westlichen Atempraxis darstellt. Vom Grundsatz her kann man diese Übung ebenfalls als Grundübung ansehen, weil es ein sinnvolles Prinzip ist, sich vor einer spirituellen Arbeit mit dem spirituellen Element aufzutanken. Diese Übung kann in Kombination mit der Grundübung vor jeder spirituellen Arbeit durchgeführt werden und kann sogar vor die Grundübung gelegt werden, die dann auch möglicherweise besser gelingen wird. Es sollte so sein, daß ein Wesen, das auf einem spirituellen Weg geht, permanent mit einem Überschuß an Äther durch das Leben geht, damit die Kosmische Kraft jederzeit einsatzbereit ist, wenn sie gebraucht wird. Die Elemente sind Träger des Äthers, und in unseren Körpern sind alle Elemente enthalten. Der nutzbar gemachte Äther aus der Luft wird im Körper gespeichert und baut sich erst über einen längeren Zeitraum wieder ab. Es ist also nicht unbedingt nötig, diese Übung übermäßig zu wiederholen.


Setze oder lege dich so hin, daß deine Muskeln entspannt sind und dein Atem frei fließen kann.

Schließe die Augen und konzentriere dich auf deine Atmung
 
Einatmen

Ausatmen

Dann atmest du ganz tief aus, bis keine Luft mehr in deinen Lungen verbleibt.

Atme dann langsam ein und spüre, wie mit dem Atem Äther in deine Lungen strömt.

Wenn deine Lungen ganz voll Luft sind, dann halte den Atem an.

Spüre, wie der Äther aus deinen Lungen in das Gewebe deines Körpers übergeht.

Spüre, wie das Blut, was durch deine Adern pulsiert, mit Äther angereichert wird.

Halte die Luft an, bis du das Gefühl hast, daß aller Äther in diesem Atemzug jetzt in deinem Körper wirkt.

Dann atme aus, so langsam es dir möglich ist.

Atme ganz tief aus, bis keine Luft mehr in deinen Lungen verbleibt.

Wiederhole den Vorgang jetzt noch zweimal.

Dann atme wieder normal und bedanke dich bei den Erzengeln für die spirituelle Kraft, die nun in dir wirkt.


Wenn du genug Äther in dir gesammelt hast, was bei entsprechender Routine bei dieser Übung immer der Fall ist, dann spürst du deine Fingerspitzen kribbeln. Dies ist der Überschuß an Äther, den du gesammelt hast und jetzt durch die Radialnerven deiner Finger nach außen strömt. Mit dieser ausströmenden Kraft werden beachtliche Erfolge bei der Steuerung von materiellen Vorgängen, wie Pflanzenwuchs oder den energetischen Eigenschaften von Wasser erzielt. Auch ist es möglich, diesen austretenden Äther wieder in den Körper hineinzuleiten, um gezielte Veränderungen herbeizurufen, beispielsweise um Ermüdungszustände zu beenden oder bestimmte Drüsen zum Wachstum anzuregen, wie es in der folgenden Übung verdeutlicht wird.